Room 5 arrow 1
Room 5 arrow 2

Wie gelingt’s?

Der Weg in eine klimaneutrale Industriezukunft

Die Transformation Nordrhein-Westfalens in Richtung Klimaneutralität stellt die energieintensive Industrie vor besondere Herausforderungen. Produktionsprozesse und  verfahren müssen grundlegend geändert werden, um den mit der Energiewende verbundenen Anforderungen an Energieerzeugung, -speicherung und -nutzung gerecht zu werden. Ziel aller Prozesse der Industrie muss sein, kein CO2 mehr auszustoßen und – sofern das nicht möglich ist – einen Kreislauf zu schaffen, der Emissionsabgabe und -aufnahme ausgleicht. Dafür werden eine Vielzahl von Technologien, Lösungen und Strategien benötigt. Einige davon  existieren bereits heute und werden im Folgenden vorgestellt:

Wasserstoff

Wasserstoff gilt als Schlüsseltechnologie für eine ganze Bandbreite an Verfahren und Prozessen. Er kann als Energieträger und Grundstoff dienen und hat, mit Hilfe Erneuerbarer Energien erzeugt, das Potenzial, eine Schlüsselrolle für eine klimaneutrale Industrie zu spielen.

Carbon Capture

Die Industrie der Zukunft muss ohne fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdgas & Co auskommen. Dennoch wird sich die Entstehung von CO2 nicht ganz vermeiden lassen. Das gilt beim heutigen Stand der Technik z. B. für die Zementbranche. Denn hier sind es die Rohstoffe selbst, die bei ihrer Verarbeitung CO2 freisetzen. Als eine mögliche Lösung im Umgang mit diesen unvermeidbaren CO2-Mengen wird „Carbon Capture“ diskutiert, d.h. das Auffangen von Kohlenstoffdioxid.

Wärmewende

Für eine klimaneutrale Industriezukunft wird nicht nur ausreichend Strom aus Erneuerbaren Energien benötigt. Entscheidend ist auch eine nachhaltige Wärmeversorgung. Innerhalb der deutschen Industrielandschaft macht Wärme rund zwei Drittel des Energiebedarfs aus. Ob Trocknen, Schmelzen oder Schmieden – ohne Prozesswärme wäre die Industrie nicht denkbar. Noch kommen aber vor allem fossile Energieträger wie Kohle, Gas und Öl zum Einsatz. Damit die Wärmewende gelingt, sind nicht nur Effizienzsteigerung und Abwärmenutzung sondern vor allem auch regenerative Wärmequellen und die Elektrifizierung mit erneuerbar erzeugtem Strom entscheidend.

Circular Economy

Weg von der Wegwerfgesellschaft – das ist das Ziel von Circular Economy, der Kreislaufwirtschaft. Einerseits ist damit die Schließung von Produktkreisläufen über Repair, Reuse, Remanufacture und Recycling gemeint. Zum anderen soll eine verbesserte Zusammenarbeit über verschiedene Industriebranchen hinweg dafür sorgen, Materialien, die der Natur entnommen wurden, möglichst lange und effizient zu nutzen: Nebenprodukte und vermeintliche Abfälle, die in einer Produktion anfallen, werden als Sekundärrohstoff in einer anderen Produktion genutzt und ersetzen somit Primärrohstoffe.

Power-to-X

Hinter dem Schlagwort Power-to-X stecken vielfältige Ansätze, um erneuerbare Stromüberschüsse, produziert zum Beispiel von Solar- oder Windkraftanlagen, umwandeln und speichern zu können. Mit dem Strom lassen sich etwa gasförmige Energieträger wie Methan oder Wasserstoff erzeugen (Power-to-Gas) oder über weitere Teilschritte synthetische Flüssigkraftstoffe (Power-to-Liquids), die fossil erzeugte Treibstoffe wie Diesel und Benzin ersetzen können. Auch die Herstellung von Rohstoffen für die Chemieindustrie ist über verschiedene Zwischenschritte möglich. Power-to-X trägt so nicht nur zum Gelingen der Energiewende bei, sondern bietet auch das langfristige Potenzial, Kohlenstoff in der Chemieindustrie klimaneutral nutzen zu können.

Sie möchten mehr über IN4climate.NRW erfahren?

Ihre Ansprechpartnerin

Janne Hauke

Janne Hauke

Projektmanagerin

Öffentlichkeitsarbeit

janne.hauke@in4climate.nrw

© Copyright 2021